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WS7: Bioinformatik: Lebensmittel-Detektive entlarven Nahrungsmittel-Fälscher
Im Rahmen des "Pferdefleischskandals" wurde enthüllt, dass Produkte, die als reines Rindfleisch vermarktet wurden, in Wahrheit erhebliche Mengen an Pferdefleisch enthielten – in einigen Fällen sogar bis zu 100%! Obwohl der Skandal vor allem aufgrund von Pferdefleisch europaweit für Schlagzeilen sorgte, wurde enthüllt, dass einige Produkte auch andere nicht deklarierte Fleischsorten, wie beispielsweise Schweinefleisch, enthielten.
Während in einigen Fällen geringfügige Kreuzkontaminationen nachgewiesen werden konnten, die während der Verarbeitung anfielen, so gab es doch einige Fälle, die nur durch vorsätzlichen Lebensmittelbetrug erklärbar waren. Doch wie weist man solche Verunreinigungen nach? Entdeckungen wie diese werden durch die Tatsache ermöglicht, dass Tiere wie Pferde, Schafe, Rinder oder beispielsweise Schweine jeweils DNA Sequenzen besitzen, die spezifisch und erkennbar unterschiedlich ist. Dies ermöglicht es Wissenschaftlern, Werkzeuge wie DNA-Barcoding zur Aufdeckung von Lebensmittelbetrug und -kontamination zu verwenden.
Bei unseren „Ermittlungen“ in diesem Workshop geht es darum, DNA-Sequenzen zu identifizieren, die in einer Probe von angeblich "100% Schweinewürsten" gefunden wurden, die in einem Supermarkt gekauft wurden. Aus den erworbenen Würsten wurde DNA extrahiert und im Anschluss sequenziert. Wir werden diese Sequenzen in der Rolle als Lebensmittel-Detektive bioinformatisch untersuchen, um diese Messungen auf Kontamination oder potenziellen Lebensmittelbetrug zu analysieren.
Veranstaltungstyp:
Workshop, Registrierung erforderlich
Ort:
Gebäude 23, Raum 113
